Gründung des Österreichischen Familiennetzwerks

Eine neue starke Lobby für die Familie

13. Mai 2008, Wien


Als eine starke „Lobby für die Familien“ versteht sich das am 13. Mai 2008 im Wiener „Club Stephansplatz 4“ gegründete "Österreichische Familiennetzwerk". Das Netzwerk ist „überparteilich und überkonfessionell“ und will Einzelpersonen, Organisationen und Einrichtungen aus der Zivilgesellschaft, Politik und Kirchen zusammenführen, die im Bereich der Familienarbeit und -politik tätig sind. Seit Herbst 2007 wurde intensiv an der Organisation und Konzeption des Familiennetzwerks gearbeitet.


Der Freiheitliche Familienverband hat sich von Anfang an konstruktiv an diesen Tätigkeiten beteiligt und freut sich über die gelungene Gründung im Zuge einer würdigen Auftaktveranstaltung. Neben den Mitgliedern der Planungsgruppe des Familiennetzwerkes Mag. Elke Nachtmann, Obfrau des FFV-Niederösterreich und Birgit Ossberger, Obfrau des FFV-Wien, nahmen auch die NAbg. a.D. Edith Haller vom FFV-Tirol und die Obfrau des Salzburger FFV, Christine Thurnhofer sowie der Familienreferent im Freiheitlichen Parlamentsklub, Mag. Gerfried Nachtmann an der Gründungsfeier teil.


Der Vorsitzende der Expertenkommission der Steuerreform 2005, Univ.-Prof. Dr. Herbert Kofler, sprach sich in seinem Vortrag für eine deutliche Entlastung der Familien im Rahmen der kommenden Steuerreform aus. Kofler präsentierte verschiedene Modelle für eine solche Entlastung; seine Präferenz liegt beim „steuerfreien Existenzminimum“, also einem Familien-real-splitting mittels Steuerfreibetrag in der Höhe des Existenzminimums für jedes Familienmitglied.


Das neue „Familiennetzwerk“ wird vom Leiter des „Instituts für Ehe und Familie“ (IEF), Prof. Günther Danhel, koordiniert. Durch den Abend führte allerdings Gudrun Kugler-Lang, die Prof. Danhel, der leider durch eine Grippeerkrankung verhindert war, vertrat. Sie betonte in ihren einleitenden Worten, dass es darum gehe, eine „politische Lobby“ zu bilden, um die Themenführerschaft in der Familienpolitik zu übernehmen und diese Themen auch öffentlich und politisch zu vermitteln.


Es gebe zwar bereits eine Vielzahl von Initiativen und Bewegungen, die sich der Familienanliegen annehmen, bisher jedoch keine übergreifende Plattform, die die breite Verankerung des Themas in allen Schichten der Bevölkerung sichtbar werden lässt, so Gudrun Kugler-Lang. Vorbildwirkung für die Initiative soll insbesondere das bereits seit längerem bestehende und erfolgreich agierende „Familiennetzwerk“ in Deutschland haben.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Familiennetzwerks“ verpflichten sich durch ihre Unterschrift unter eine gemeinsame Grundlagencharta, in der ein umfassendes Bekenntnis zum Wert und zum notwendigen Schutz der Familie formuliert ist.


So wird die Familie etwa als „Schule der Humanität“ sowie als „Fundament von Gesellschaft und Kultur“ beschrieben; sie sei in der „Ehe zwischen Mann und Frau“ verwurzelt. Das „Familiennetzwerk“ wird in einem weiteren Schritt konkrete politische Forderungen ausarbeiten. Unterzeichnet wurde die Grundlagencharta bereits von Repräsentanten von mehr als 30 Organisationen und zahlreichen Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Kirchen.
Zu den ersten Unterzeichnern der Grundlagencharta zählte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun. In einem Interview betonte er die Bedeutung dieser Initiative. Derzeit sei ein „Generalangriff verschiedenster Kräfte auf die Familie als gesellschaftstragende Institution festzustellen“, so Laun. Daher sei es wichtig, „dass man sich mit klarer Vernunft und Engagement zusammentut und gemeinsam eine starke Lobby für die Familie bildet“.


Mit dem Gründungsakt wurde zugleich auch die offizielle Internetseite des „Familiennetzwerkes“ (www.familiennetzwerk.at) freigeschaltet und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Seite enthält aktuelle Informationen zu familienpolitischen Themen, die Grundlagencharta sowie eine Liste der bereits aktiven Unterstützer des Netzwerks.


Mag. Elke Nachtmann
Freiheitlicher Familienverband Niederösterreich
niederösterreich@ffv.at

 

 

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Professor Kofler bei seinem Vortrag

 

 

Gruppenbild von Anwesenden