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Vergleich der durchschnittlichen Stundenverdienste von Frauen

Nicht "Gender-pay-gap" sondern "Mother-pay-gap"

In der 2003 veröffentlichten Studie „Schätzung der direkten und indirekten Kinderkosten“ des Österreichischen Institutes für Wirtschaftsforschung wurden sehr genaue Werte für den Verdienstentfall von Frauen mit Kindern im Verhältnis zu kinderlosen Frauen gleichen Alters und gleicher Ausbildung für das Jahr 2000 ermittelt. Dabei konnte jedoch der Verdienstentfall nicht in seine beiden Komponenten, geringere Arbeitszeit und geringerer Stundenverdienst aufgeschlüsselt werden.

In der vorliegenden Studie wurde aufgrund von Mikrozensus-Daten die mittlere Wochenarbeitszeit der in der Wifostudie betrachteten Gruppen von Müttern und kinderlosen Frauen abgeschätzt und damit der in der Wifostudie ermittelte Verdienstentfall für die unterschiedliche Wochenarbeitszeit korrigiert und das Verhältnis der Stundenverdienste zwischen den Frauengruppen der Wifostudie ermittelt.

Dabei ergab sich, dass die Stundenverdienste von Frauen mit 1, 2 und 3 oder mehr Kindern nach dem Wiedereinstieg um ca. 14%, 18% bzw. 20% niedriger sind als die Stundenverdienste kinderloser Frauen vergleichbarer Ausbildung mit nicht unterbrochener Berufsbiografie.

Diese unterschiedlichen Stundenverdienste erklären etwa die Hälfte des sog. "Gender pay gap“ von ca. 23%, der Differenz in den durchschnittlichen Stundenverdiensten von Männern und Frauen. Während für kinderlose Frauen der „pay gap“ etwa 11% beträgt, macht er für Mütter ca. 27% aus.

Studie zum Herunterladen

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